Den richtigen Durchblick für Draussen – Sportbrillen in Sehstärke

Mittlerweile gehören coole Sonnenbrillen zum festen Bestandteil der Ausrüstung der meisten Outdoor Aktivitäten. Hier hat sich ein eigenes Markstsegment entwickelt, welches durch etablierte sowie auch neue Brillenanbieter adressiert wird. Man kann zwischen unendlich vielen Formen, Farben und Einsatzgebieten wählen und dabei nebenbei viel Geld ausgeben.

Doch was für Optionen hat der outdoor-affine Brillenträger?

Der Otto-Normal-Brillenträger wird nun vermutlich auf Kontaktlinsen verweisen oder auf normale Sonnenbrillen mit geschliffenen Gläsern. Alles richtig und wer Kontaktlinsen tragen kann oder wem eine normale Sonnenbrille in Sehstärke reicht, der ist damit sicherlich auch gut bedient und zählt nicht zur Zielgruppe dieses Beitrages. ;-)

Ich habe wohl recht komische Augen, die nicht nur mit einer Weitsichtigkeit gesegnet sind, sondern auch mit einer Hornhautverkrümmung.  Diese und weitere Faktoren lassen für mich Kontaktlinsen ausscheiden. In meiner Jugend habe ich mal harte Linsen ausprobiert. Das war kein Spaß! Und schliesslich habe ich das Kapitel Kontaktlinsen kürzlich endgültig für beendet erklärt, nachdem mir nahegelegt wurde, dass selbst weiche temporäre Linsen für meine Augen sehr teuer sein würden.

Also wieder das Augenmerk (!!!) auf die Sonnenbrille gelegt.

Zum Skifahren, Bergsteigen, Mountainbiken eignen sich die typischen Sportbrillen mit ihren seitlich herumgezogenen Gläsern ganz hervorragend, da sowohl Fahrtwind von den Augen ferngehalten werden kann wie auch seitlich einfallendes Sonnenlicht.

Adidas Evil Eye Pro

Adidas Evil Eye Pro

Vor etlichen Jahren hatte ich mich für eine Adidas Evil Eye Pro entschieden. Auf die Frage nach Sehstärken riet mir der damalige Optiker von geschliffenen Gläsern ab mit dem Hinweis, dass die Technologie nicht so richtig gut wäre und etliche seiner Kunden die Gläser enttäuscht zurück bringen würden.

Die Alternative war ein Clip mit optischen Gläsern in meiner Sehstärke, der in die Evil Eye hineingeclipt wird. Vorteil: Man kann die Gläser der Evil Eye austauschen oder nachkaufen, da diese keine optische Korrektur aufweisen müssen. Nachteil: Das Sichtfeld war schon etwas eingeschränkt, wenn man die große Fläche der eigentlichen Brillengläser bedenkt. Zudem sah es reichlich bescheuert aus, wenn man durch die helleren Gläser den Clip sehen konnte. Trotz allem war die Evil Eye mit dem Clip über die Jahre ein guter Begleiter auf der Skipiste, in den Bergen, auf dem Wasser oder einfach nur am Steuer eines Autos.

Evil Eye mit Brillenclip in Sehstärke

Evil Eye mit Brillenclip in Sehstärke

Der Auslöser für diesen Bericht kam im Frühling diesen Jahres. Beim Korschenbroicher Citylauf war ein Stand vom Optiker Commer aus Neuss vertreten und pries optische Sonnenbrillen an. Aus meiner beiläufigen Frage, ob sich an der Technologie der Sportbrillen mit Sehstärke in den letzten Jahren etwas getan hätte, ergab sich ein interessantes Gespräch und der Vorsatz, so schnell wie möglich im Ladenlokal vorbei zu schauen.

Um es kurz zu machen – ich habe jetzt in meiner Adidas Evil Eye Pro optische Gläser mit den Korrekturen, wie ich sie auch in meiner Alltagsbrille habe. Nach all den Experimenten und Zwischenlösungen ist die Sportbrille für mich als Brillenträger nun eine echte Offenbarung. Rundumsicht in meiner Sehstärke. Natürlich hat dies auch Nachteile. Ich kann jetzt keine Austauschgläser “von der Stange” kaufen. Und so ganz billig sind meine Gläser jetzt auch nicht. Die Investition in ein zweites Paar hellere Gläser habe ich auf nächstes Jahr verschoben.

Also, wer in der gleichen Situation ist wie ich, ruhig mal nach den optischen Gläsern bei Sportbrillen fragen. Es lohnt sich!

Und wer dann noch aus der Gegend rund um Neuss kommt, kann ruhig bei Optik Commer vorbei schauen. Die Beratung ist einfach klasse!

 

Nachtrag zum Test des Quechua Seconds Family 4.2 XL

Das Thema Zelte lässt mich dieser Tage einfach nicht los und da wir mit neuen Eindrücken aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt sind, möchte ich diese auch gerne mit Euch teilen. Und zwar geht es um unser aktuelles Familienzelt – ein großes Wurfzelt von Quechua namens Seconds Family 4.2 XL. Dieses Zelt nutzen wir nunmehr seit gut zwei Jahren. Letzten Sommer habe ich ein recht positives Bild vom Zelt gemalt und unsere Eindrücke nach einem Jahr beschrieben. An diesem positiven Gesamturteil hat sich seitdem nichts geändert und trotzdem werde ich das Zelt bei nächster Gelegenheit ersetzen. Warum?

Bereits damals sind mir zwei Punkte am Zelt aufgefallen, die mich zunehmend stören.

  • Die Bodenplane weist im Mittelteil eine Wanne auf, die vor Wasser von aussen schützen soll. Diese Wanne schliesst allerdings die Schlafkabinen nicht mit ein. Hier würde ich mir eine Vergrösserung der Bodenwanne wünschen.

Zudem ist die Plane unter den Schlafkabinen per Netzgewebe mit der Bodenwanne verbunden, was für Feuchtigkeit nun wahrlich kein Hindernis darstellt. Im Bild unten sieht man es ganz gut – rechts die Bodenwanne für den Aufenthaltsraum, links die flache Plane für die Schlafkabine und dazwischen das Netzmaterial.

Übergang Innenzelt - Vorraum

Übergang Innenzelt – Vorraum

Warum die Wanne nicht unter das gesamte Zelt gezogen wurde, kann man wahrscheinlich nur ökonomisch erklären.

Das Problem ist nun also, dass bei Regenwetter tunlichst keine Pfützen rund ums Zelt entstehen sollten, da sonst schnell Wasser zwischen Bodenplane und Schlafkabine gerät. Nun hat man nicht immer den idealen Zeltplatz und ich habe bei Regenwetter des öfteren die Pegelstände vor dem Zelt geprüft und Wasser ableiten müssen.

Zum zweiten hätten wir:

  • Konstruktionsbedingt läuft das Wasser genau dort vom Zeltdach ab, wo sich auch die vorderen Verankerungen der Innenzelte befinden. Ich hatte den Eindruck, dass die Riemen die Feuchtigkeit aufsaugen und in die Ecke des Innenzeltes transportieren. Es war nicht wirklich nass, aber feucht.

Das Wasser, welches vom Zelt abläuft, sammelt sich dummerweise genau an der oben genannten Stelle, was die Situation noch einmal verschärft. Und es ist ein relativ großes Zelt, wo einiges an Wasser zusammen kommt.

Wasserablauf am schwächsten Punkt des Zeltes

Wasserablauf am schwächsten Punkt des Zeltes

Wir hatten jetzt in jedem Urlaub die Situation, dass bei heftigerem Regen sich an eben jener Stelle Pfützen gebildet hatten und das Wasser drohte, unter die Schlafkabinen zu laufen. Darauf habe ich keine Lust mehr. Mit einer umlaufenden Wanne – wie sie andere Zelte durchaus bieten – wäre das alles kein Problem.

Um es noch einmal deutlich zu sagen – das Zelt an sich ist dicht, keine Frage. Es lässt sich immer noch super schnell auf- und ebenso schnell wieder abbauen. Es gibt also keinen Grund, das Quechua sofort auszutauschen. Doch noch einmal würde ich es mir nach heutigem Stand nicht holen. Was auch egal ist, denn dieses Modell gibt es ohnehin nicht mehr.

Der Nachfolger hat zumindest etwas freundlicher gestaltete Schlafkabinen mit mehr Belüftungsmöglichkeiten. Doch das oben beschrieben Problem bleibt bestehen. Dafür hat der Hersteller LED Licht in das Zelt eingebaut. Na ja, so kann man wenigstens zuschauen, wie das Wasser ins Zelt läuft.

Für gutes Wetter bieten die Quechua Familienzelte sicherlich ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Bei längerem Schlechtwetter nervt mich die eigenartige Konstruktion.

Vielleicht kommt der Zeitpunkt des Austausches ja früher als gedacht, da wir in einer Schlafkabine jetzt Löcher im Boden entdeckt haben, deren Herkunft wir uns nicht erklären können. Es sieht aus wie Brandlöcher oder Bissspuren und jetzt ratet mal an welcher Stelle diese zu finden sind? Richtig! Siehe oben! Ich werde erst einmal einen Flicken drauf kleben und dann sehen wir weiter.

Zweitbatteriesystem im VW Amarok

So ziemlich genau vor einem Jahr habe ich hier im Blog darüber philosophiert, wie wir uns beim Campen unabhängig von Strom aus der Steckdose machen könnten. Mittlerweile sind wir zu einer Entscheidung gekommen und das Projekt ist abgeschlossen.

Anstelle eines mobilen Batteriepacks, haben wir uns für den festen Einbau von Zusatzbatterien entschieden. Warum? Nun ja, auch ein Batteriepack will anständig im Auto befestigt werden, will man sich nicht der Gefahr von fliegenden Objekten im Falle eine Unfalles aussetzen. Zudem müssten zum Laden der Batterie wieder Handgriffe vorgenommen werden, die einem einfachen “Losfahren und gut” entgegen stehen.

Die kniffligste Frage war nun die nach dem Ort, wo die Batterie verbaut werden soll. Da ist auch im Amarok unter der Motorhaube nicht allzu viel Platz. Es gibt von TJM – einem australischen Anbieter – eine Batteriehalterung für den Motorraum. Das Problem ist nur, dass mit dieser Halterung ein Lampenwechsel zum Geduldsspiel wird.

Entschieden haben wir uns schliesslich für den Batteriehalter von Rhino-Tech. Dieser Batteriehalter sitzt unter dem Fahrzeug, wo der Amarok erstaunlich viel Platz aufweist. Neben allerlei Schutzblechen und Zusatztanks passt halt auch noch ein Zweitbatteriesystem unter das Auto. Der Halter von Rhino-Tech nimmt bis zu zwei Batterien auf und ist so stabil, dass er auch im Gelände diversen Aufsetzern stand hält. Die Spuren an unserem Halter sprechen da eine deutliche Sprache.

Batteriehalter von Rhino-Tech (Foto by rhino-tech.de)

Batteriehalter von Rhino-Tech (Foto by rhino-tech.de)

Verbaut haben wir zwei Batterien mit jeweils 95Ah. Das sollte eine Weile reichen, um die Kühlbox zu betreiben oder das Smartphone zu laden. Auf einen Laderegler haben wir verzichtet und nur ein einfaches Trennrelais eingebaut.

Vorbei ist es nun mit den teils deftigen Strompauschalen auf den Campingplätzen…

Meine Eindrücke von der OutDoor 2014

In diesem Jahr habe ich es endlich einmal geschafft, der OutDoor in Friedrichshafen – der europäischen Leitmesse der Outdoor-Branche – einen Besuch abzustatten. 925 Aussteller aus 39 Nationen standen hier 21912 Fachbesuchern und 1046 Journalisten Rede und Antwort. Ich hatte leider nur einen Tag Zeit, was angesichts der Zahlen natürlich viel zu wenig erscheint. So lautet dann auch meine persönliche Erkenntnis, dass im nächsten Jahr auf jeden Fall mehrere Tage eingeplant werden müssen. Angesichts der Menge an Ausstellern, hatte ich mich vorher schon entschieden, selektiv Stände zu besuchen und zum Beispiel den Textilsektor weitestgehend zu ignorieren.

Na ja, sei’s drum. Hier sind meine Eindrücke.  Continue reading

Wenn der Vater mit dem Sohne…

Heute war ich mit meinem Jüngsten auf unserem lokalen Playspot nebst dazugehörigem Bach – der Erft – unterwegs. Eigentlich sollte woanders gepaddelt werden, aber aus Gründen sind wir dann doch zur Erst gefahren. Und wir wurden nicht enttäuscht. Wir nutzten die Zeit vor dem angekündigten Unwetter für ein paar schöne Stunden auf dem Bach.

Bei dieser Gelegenheit konnten wir die VIRB – Garmins Actioncam – einmal einem ersten Test unterziehen.

Hier schon mal meine ersten Eindrücke:

  • Super Bildqualität (siehe Video)
  • vorhandene GoPro Halterungen können genutzt werden – allerdings kommt durch die diversen Adapter eine anständige Aufbauhöhe zusammen
  • Fernbedienung über die Garmin Fenix funktioniert super
  • Offensichtlich wirklich wasserdicht

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Outdoor-Spirit Podcast #20 – Und es geht noch…

Am Anfang waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir den Podcast nicht lieber in “Indoor-Spirit” umbenennen sollen, zumal wir uns direkt vom Büro-Schreibtisch hinter das Mikrofon geklemmt hatten und so gar nicht outdoor-like noch Business Klamotten trugen. Doch alle Sorge war umsonst – in gewohnter Manier hüpfen wir kreuz und quer durch unsere Themenliste und auch der obligatorische Paddelcontent kommt nicht zu kurz. Viel Spaß bei der 20. Folge des Outdoor-Spirit Podcasts mit Robert und René.

Hier sind die Themen in der Übersicht:

Themen

Neues von der Gadget-Front
Tourenberichte
Lieblingsausrüstungsteil des Monats

Ein kleines Lebenszeichen

Donnerwetter, wie schnell doch die Zeit vergeht. Der letzte Beitrag im Blog ist von Anfang April und war gleichzeitig der letzte Podcast mit Robert, den wir aufgenommen haben. Seither waren die Wochen im wesentlichen durch viel Erwerbsarbeit geprägt, die wenig Zeit und Raum im Kopf liess, sich mit dem Blog zu beschäftigen. Doch das soll sich nun wieder ändern.

Es ist ja auch nicht so, dass wir so gar nichts outdoor-mäßiges unternommen haben. Nur habe ich die Aktionen so genossen, wie man sie geniessen soll. Einfach abschalten, den Kopf frei bekommen und Telefon und Internet mal beiseite lassen. Denn genau das mag ich so an Outdoor Aktivitäten – ich kann nirgendwo anders so gut und effektiv abschalten und die Arbeit für ein paar Stunden aus dem Kopf bekommen.

Also, es wird hier bald wie gewohnt weiter gehen und auch der nächste Podcast ist in Vorbereitung. Themen haben wir mittlerweile genug. Nicht zuletzt weil Robert gerade mit Zelt und Boot im Urlaub war.

Ansonsten wird es noch ein paar Testberichte geben (Technik-Schnickschnack und ein interessanter Rucksack), ein Bericht zu einem Klettersteig am Königssee ist geplant, das Thema Zweitbatteriesystem für den Amarok ist abgehakt und und und…

Und ich darf die Garmin Virb Elite testen, worauf ich auch schon gespannt bin.

Also, sorry für die Funkstille, die ich hiermit für beendet erkläre.

Outdoor-Spirit Podcast #19 – Die ewige Zeltfrage

Und wieder sind vier Wochen und ein paar Tage vergangen, was für Robert und mich heisst – Podcast Zeit! Hier ist die Ausgabe 19 unserer Plauderstunde rund um diverse Outdoor-Themen.

Cowboykaffee von der Bushbox

Cowboykaffee von der Bushbox

Themen

Tourenberichte
Lieblingsausrüstungsteil des Monats

Faszination Eisklettern

Wenn man so darüber nachdenkt, gibt es wohl wenig absurderes, als an gefrorenem Wasser zu klettern. Dennoch erfreut sich das Eisklettern einer zunehmenden Beliebtheit, der auch ich mich nicht entziehen kann.

Der Gedanke, dieses Eisklettern einmal zu probieren, geisterte schon eine Weile in meinem Hinterkopf herum. Und so fiel der Vorschlag von Dietmar im vergangenen Jahr, einen Eiskletterkurs zu besuchen, auf fruchtbaren Boden. Andreas von Via-Alpin.de sollte uns in die Welt des eisigen Vergnügens einführen. Im vergangenen Jahr wurde der Kurs aufgrund der Lawinensituation im Kleinwalsertal kurzerhand ins Pitztal verlegt, wo wir unter anderem bei knackigen -25° Celsius in der Taschachschlucht im Eis kletterten. 

In der Taschachschlucht (Foto Copyright Via-Alpin.de)

In der Taschachschlucht (Foto Copyright Via-Alpin.de)

In diesem Jahr buchten wir wieder bei Via-Alpin.de und diesmal war es nicht zuviel Schnee, sondern eher zu wenig Winter, der uns wieder ins Pitztal gehen liess. Über dreißig kletterbare Wasserfälle soll es hier geben und die Eisverhältnisse sahen recht vielversprechend aus. Und so trafen sich Dietmar, Gerd, Andreas und ich Samstag früh im Gasthaus Schön. Zunächst ging es wieder in die Taschachschlucht, wo viele kleinere Wasserfälle warten. Das Ganze macht schon den Eindruck eines Wasserfall-Klettergartens und der Zugang ist relativ einfach. Mehrere Seilschaften sind hier zugange und das Eis weist bereits deutliche Hau- und Trittspuren auf. Doch für die Grundlagen des Eiskletterns ist die Taschachschlucht sehr gut geeignet. Auch sind die Temperaturen heuer deutlich angenehmer als im vergangenen Jahr.

Apropos Temperaturen – als angehender Eiskletterer sollte man wohl schon etwas kälteresistenter sein. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Eisfälle meist in irgend einer Schlucht oder an einer schattigen Wand liegen. Im Pitztal zum Beispiel hat man die sonnenbeschienenen Berge im Blick, während man selbst im Kälteloch der Schlucht hockt.

In der Taschachschlucht (Foto Copyright Gerd Steinbacher)

In der Taschachschlucht (Foto Copyright Gerd Steinbacher)

Zurück zum Kurs. Für den Sonntag schlug Andreas den Fallebachfall vor. Bereits von der Strasse kann man den Fall sehen und doch bedarf es noch eines circa 45-minütigen Aufstieges bis zu seinem Fuß. Der frisch gefallene Schnee tat sein übriges. Oben angekommen, zeigte sich, womit wir nicht gerechnet hatten – wir waren die einzigen und das sollte sich den ganzen Tag über nicht ändern.

Andreas installierte zwei Topropes und das Vergnügen konnte beginnen. Den ganzen Tag übten wir verschiedene Steigtechniken, den Vorstieg, das Setzen der Eisschrauben und auch das Bauen einer Abalakow Eissanduhr. Zum Schluss wagten wir uns an eine etwas schwierigere Route über einen Eisvorhang, bei der man bereits die vergangenen zwei Eisklettertage in den Unterarmen spürte.

Fallebachfall (Foto Copyright Via-Alpin.de)

Fallebachfall (Foto Copyright Via-Alpin.de)

Es waren wieder einmal zwei interessante Tage Eiskletterkurs, an denen wir viel gelernt oder bereits gelerntes wieder aufgefrischt haben. Dabei zeigte Andreas viel Flexibilität, um das Erleben auf die Möglichkeiten der Gruppe abzustimmen. Und so stiegen wir am Ende eines langen Klettertages mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder zum Parkplatz hinab.

Der Fallebachfall und wir

Der Fallebachfall und wir

Doch worin besteht sie nun – die Faszination Eisklettern? Nun, vielleicht liegt sie in der Tat in dem ungewöhnlichen Gelände, in dem man unterwegs ist. In seiner Vergänglichkeit. In ein paar Wochen werden die Kletterstellen verschwunden sein und so manche Zuwege eher für Wildwasser Paddler interessant. Oder in der Varianz. Das Eis ändert sich schnell. Die Konsistenz des Eises verändert sich zum Teil im Tagesverlauf. Aber auch der Fall als ganzes kann jeden Tag anders aussehen, größer oder kleiner, je nach Wetter.

Am Fallebachfall

Am Fallebachfall

Die Möglichkeit, den Klettersport auch im Winter draussen auszuüben hat natürlich auch seinen Reiz. Und seine ganz eigenen Besonderheiten, wie das Absichern mit Eisschrauben oder die Verwendung von mittlerweile recht spezifischen Eisgeräten. Und an dieser Stelle erklärt sich auch die Anziehungskraft für Ausrüstungs-Nerds – man benötigt schon einiges an Zusatzkram.

Mich jedenfalls hat es gepackt. Eisklettern kommt ab jetzt auf die To-Do Liste für den Winter. Man munkelt, dass man ja auch nicht unbedingt in die Alpen zum Eisklettern muss. Im Harz soll es durchaus auch Möglichkeiten geben, wenn die Bedingungen stimmen.

Zum Schluss gibt es hier für Euch noch ein paar Impressionen vom Eiskletterkurs zu sehen. Nachdem die GoPro Aufnahmen vom vergangenen Jahr im Daten-Nirvana verschollen sind, habe ich das Video dieses Jahr zeitnah bearbeitet. Viel Spaß!

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Discover New Blogs: Liebster Award

Alternativer Titel: Heute schon getaggt worden?

 Award

Ja, ich bin getagt worden. Und zwar vom Axel von der Outdoorseite.de. Bei dieser Aktivität geht es im Grunde darum, eher kleine Blog bekannter zu machen und untereinander zu vernetzen. Nette Idee, drum mache ich mit.

Hier die Spielregeln:

Denjenigen Verlinken, von dem man getaggt wurde, 11 Fragen beantworten, 11 neue Fragen ausdenken und diese an 11 weitere Blogger stellen. Soweit, so gut. Die Schwierigkeit der Aufgaben steigt mit der Reihenfolge im vorhergehenden Satz.

Also frisch ans Werk – hier sind die 11 Fragen von Axel.

1) Was hat es mit dem Namen deines Blogs auf sich?

Die Domain habe ich mir bereits vor langer Zeit reserviert. Details gibt es in der Antwort auf Frage 2. ;-) Im Grunde habe ich einfach mit verschiedenen Kombinationen gespielt und zu meiner Überraschung festgestellt, dass “Outdoor-Spirit.de” noch frei war. Und da es hier um den Geist des “Draußen Seins” geht, fand ich den Namen mehr als passend.

2) Seit wann bloggst du?

Ok, kommen wir zu den Details. Die Domain outdoor-spirit.de wird von mir seit 2001 befüttert. Damals gab es den Begriff “Blog” wohl noch nicht einmal. Aber im Grunde habe ich nichts anderes gemacht als heute. Von Touren berichtet und Erfahrungen mit meiner Ausrüstung geteilt. Die ersten Seiten waren noch per Hand in html gemeisselt und ich habe Nächte verbracht, um das Design den Texten anzupassen. Man sagt ja, das Internet vergisst nicht nicht und in diesem Fall ist es auch gut so. Denn hier habt ihr die Gelegenheit, mal auf die Anfänge von Outdoor-Spirit zu schauen. Irgendwann musste man mit der Zeit gehen und technisch hochrüsten und ich bin schliesslich über Joomla bei einem WordPress Blog gelandet.

3) Und warum bloggst du?

Hmm, es ist schon so lange her, dass ich angefangen habe, das Internet voll zu schreiben, dass ich es vergessen habe.

Im Ernst, ich habe einfach Spaß daran, den Spaß an allen möglichen Outdoor-Aktivitäten zu teilen. Das gilt für das Blog, wie auch für den Podcast, den ich mittlerweile mit Robert aufnehme. Desweiteren lernt man über das Bloggen Gleichgesinnte kennen. Nicht wahr, Axel?

4) Warum zieht es dich immer wieder nach draußen?

Für mich ist die Natur der grossartigste Baumeister der Welt. Und der kreativste Künstler. Ich brauche nicht in Kunstwelten zu versinken, wenn es draussen so viele natürlich Kunstwerke zu entdecken gibt. Zudem kann ich sehr viel besser abschalten, wenn wir draussen unterwegs sind. Nichts hilft effektiver, den Kopf frei zu bekommen, als ein Wochenende im Zelt, im Kajak, auf dem Klettersteig…

5) Was ist das Verrückteste, das du je auf einer Wanderung/Tour/Lauf erlebt hast?

Da gibt es einige schöne Geschichten vom Wegesrand. Ich erzähle Euch mal zwei davon ganz kurz. Beide spielten sich in Australien ab und zwar während unserer Flitterwochen. Wir waren mit einem 4WD von Cairns über Cape York nach Darwin unterwegs.

 Auf Cape York trafen wir an einer breiten Flußdurchfahrt eine australische Familie mit zwei Kindern, die in Richtung Norden wollten. Beim Einfahren in den Bach saugte ihr Wagen Wasser an und der Motor verreckte. Gemeinsam mit anderen wurde der Wagen, der mittlerweile ziemlich vollgelaufen war, geborgen. Die Chancen, dass ein Dieselmotor nach so einer Aktion im Eimer ist, stehen ziemlich hoch und wir waren hier im absoluten Hinterland. Zusammen mit zwei anderen Deutschen, von denen sich einer mit Motoren bestens auskannte, errichteten wir kurzerhand ein Camp vor Ort. Die anderen begannen sogleich, den Motor im Busch zu zerlegen und zu reinigen, während ich für das leibliche Wohl sorgte und die Reste des frisch gefangenen Fisch am Lagerfeuer zubereitete. Kurz vor Mitternacht geschah dann das, worauf jeder gehofft, aber keine mit gerechnet hatte – der Diesel sprang wieder an. Glück gehabt.

Die zweite Geschichte spielte sich Tage später am Gulf Track ab. Wir hatten innerhalb weniger Kilometer zwei platte Reifen und standen nun mitten im Busch am Rand einer Schotterpiste und warteten auf Hilfe. Wir warteten. Und warteten. Irgendwann war klar, dass wir hier über Nacht stehen bleiben würden und das Feuer wurde entzündet. Dann drang doch noch Motorengeräusch an unser Ohr. Die beiden Australier hielten an, wir schwatzten ein wenig am Feuer, tranken ein oder zwei Bierchen. Zum Schluß überliessen die beiden uns ihr Ersatzrad und einen Zettel mit der Adresse, an die wir im nächsten größeren Ort das Rad zurück schicken sollten. Hilfsbereitschaft im Outback halt. (Ok, die Geschichte war noch ein wenig länger, aber die erzähle ich Euch ein anderes Mal.)

6) Welche Region würdest du deinen Lesern mit 3 überzeugenden Argumenten empfehlen? 

Auch wenn man es bei den Themen in meinem Blog nicht glaubt, aber ich bin Mecklenburger und davon überzeugt, dass Mecklenburg-Vorpommern eines der schönsten Bundesländer ist, die wir so haben. Und speziell die Insel Rügen kann ich nur wärmstens empfehlen. Mit diesen Argumenten:

  • Feinste Strände, an denen das Wasser den ganzen Tag über da ist!
  • Den schönsten Wald den ich kenne – die Granits
  • Viel maritimes Flair

Aber tut Euch selbst einen Gefallen und fahrt nicht im Sommer dorthin. Rügen ist im Herbst am schönsten!

7) Auf welchen Ausrüstungsgegenstand kannst du bei einer Wanderung/Tour/Lauf nicht verzichten?

Auf eine Kamera zum Festhalten der Eindrücke.

8) Winter oder Sommer?

In der Reihenfolge!

9) Gibt es Pläne für 2014, die du schon verraten willst? 

Wieder mehr Wildwasser paddeln gehen und die Watzmann Ostwand steht auf dem Programm.

10) Da mir nichts mehr einfällt: Fällt dir eine Frage ein, die du dir selber stellen würdest?

Mein Schwiegervater hat mich mal nach dem Studium gefragt, ob es denn jetzt mit dem Zelten und Outdoor Kram aufhört, wo wir doch jetzt Geld verdienen würden. Meine Antwort war: Im Gegenteil, es geht jetzt erst richtig los!

11) Was wünschst du deinen Lesern zu guter Letzt? 

Viel Spaß, bei allem was Ihr draussen macht und die nötige Neugier, auch mal etwas neues auszuprobieren.

Nun zu meinen neuen Fragen.

  1. Was ist Eure Lieblings-Reiseziel?
  2. Camping oder Hotel – Wo bettet Ihr am liebsten Euer Haupt?
  3. Individuell oder pauschal – Wie plant Ihr eine Reise?
  4. Wasser oder Berge – Wo könnt Ihr am besten entspannen?
  5. Mal so unter uns Bloggern – wie viel Technik kommt mit auf Reisen?
  6. Wo würdet Ihr nie wieder Urlaub machen?
  7. Was war auf Reisen das leckerste Gericht, was Euch auf den Teller gekommen ist?
  8. Zeigt Ihr uns Euer Lieblings-Reise-Foto?
  9. Wo zieht es Euch diesen Sommer hin?
  10. Euer Tipp für Schlechtwettertage?
  11. Wie lange haltet Ihr es am Strand aus – Minuten, Stunden, Tage?

Und diese Fragen würde ich gerne folgenden Blogs stellen:

Dann schauen wir mal, wie sich das so entwickelt…