Zum Thema Zecken…

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Das leidige Zecken-Thema kommt mal wieder auf den Tisch – wie jedes Jahr. Und auch in diesem Jahr hat sich die Hoffnung wohl nicht erfüllt, dass die elenden Biester vom kalten Winter allesamt dahingerafft wurden.

Also muss man sich arrangieren. Oder zuhause bleiben. Aber wer will das schon.

Für Besitzer eines iPhones gibt es zum Beispiel die App Zecken Info, die einem anzeigt, wo sich in Deutschland die FSME Risikogebiete befinden. Man kann sich die Information vom aktuellen Standort anzeigen lassen oder nach Postleitzahl oder KFZ-Kennzeichen suchen. Die zugrundeliegenden Daten sind im Moment allerdings von April 2011. Zumindest für eine grobe Einschätzung der FSME Lage ist die App gut zu gebrauchen. Und kostenlos ist sie auch.

Die Zecken Info App

Mich mochten die Zecken in der Vergangenheit eher nicht. Doch seitdem wir mit den Kindern unterwegs sind, sind die kleinen Blutsauger auch bei uns ein ständiges Thema. Mit Vorliebe stürzen sie sich auf unseren Nachwuchs, lassen uns Alte eher aussen vor und nur selten verirrt sich eine unbelehrbare Zecke auf unsere Haut. Daher gehört eine Zeckenzange bei uns auf alle Fälle ins Gepäck.

Beim Lesen diverser Informationen zum Thema musste ich feststellen, eine falsche Vorstellung zum Entfernen der Zecken gehabt zu haben. Dass man allerlei Techniken unserer Großmütter nicht verwendet, wie Flammen und irgendwelche Flüssigkeiten sollte jedem bekannt sein. Ich war in der Vergangenheit der Meinung, dass man die Biester eher rauszieht und nicht herausdreht. Dem soll aber nicht so sein. Studien haben wohl ergeben, dass beim Herausdrehen der Zecke eher weniger Bestandteile der Zangenwerkzeuge in der Haut verbleiben als beim Herausziehen. Wieder etwas gelernt…

Zuguterletzt bin ich noch auf einen Borreliose Schnelltest gestoßen. Der Care Plus Tick Test verspricht nach ca. 20 Minuten eine Aussage, ob die untersuchte Zecke Überträger der Borreliose-Bakterien ist. 8 – 10 € kostet der Schnelltest – für eine Anwendung! Und man hat nach diesem Test nur eine Aussage darüber, ob die Zecke Träger der Bakterien war. Ob man infiziert wurde, weiß man dann noch lange nicht. Der Test gibt höchsten einen Hinweis auf eine mögliche Infektion und man kann schon mal pro-aktiv den Arzt aufsuchen.

Bei der Anzahl an Zecken, die unsere Söhne aus dem Wald mitbringen, würden diese Tests wohl bald ein kleines Vermögen verschlingen. Dann belassen wir es wohl eher bei der bisherigen Praxis – vorbeugen, gründlich absuchen, Zecken schnell entfernen und auf mögliche Haut-Reaktionen warten.

Selbstverständlich sind wir alle gegen FSME geimpft.

Weitere Infos gibt es hier:

http://www.zecken.de/index.php

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3 KOMMENTARE

  1. Haloa!

    “Und auch in diesem Jahr hat sich die Hoffnung wohl nicht erfüllt, dass die elenden Biester vom kalten Winter allesamt dahingerafft wurden.”

    Meines Wissens haben die kleinen bis -25 °C keine Probleme. Was denen wirklich Probleme macht ist Wassermangel (die benötigen regelmäßig Feuchtigkeit) und Hitze.
    Nur eines ist Fakt: Damals – als Felder und abgeholzte Wälder noch regelmäßig brandgerodet wurden, gab es derartige Probleme nicht.

    Es grüßt
    TJ.

  2. Man kann das Thema nicht zu ernst nehmen. Ich habe mir vor 3 Jahren Lyme Borreliose eingefangen und wurde monatelang behandelt.

  3. Moin,

    etwas unbehaglich wird mir, wenn ich lese, dass seit 2003 nun auch Zecken mit FSME im heimischen Mecklenburg-Vorpommern – auf der Insel Rügen – gefunden wurden.
    Als Mann ist das Risiko an FSME zu erkranken doppelt so hoch wie bei einer Frau.
    Öhm ja…

    Gruß
    Alex

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