Wenn ich einen Campingplatz hätte…

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Ihr kennt das sicherlich, Urlaub, man entspannt, der Kopf wird frei, man lässt die Gedanken schweifen und überlegt, was wäre, wenn. Die einen träumen vielleicht von einem Restaurant und die anderen von einem kleinen Hotel auf einer exotischen Insel. Ihr wahrscheinlich von etwas ganz anderem.

Ich fände einen Campingplatz extrem cool. Aber nicht irgendeinen.

Campingplatz ist vielleicht das falsche Wort – Camp würde es wohl eher treffen. Dieses Camp wäre natürlich an einem traumhaften Ort. Ich habe da so Bilder im Kopf von der Punsand Bay Lodge am nördlichsten Punkt Australiens oder das U Paradisu bei Saleccia auf Korsika. Beides traumhaft schöne Orte und Camps, wo nicht unbedingt jeder hinkommt.

Und genau das wäre ein Merkmal meines Camps – ein Ort, wo nicht jeder hinkommt. Durchgangsverkehr gibt es nicht. Wer zu mir kommt, hat genau das geplant. Sagen wir mal, man würde mein Camp per Allradfahrzeug erreichen und natürlich zu Fuß. Dauercamper gibt es nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche Camps eine bestimmte Klientel anlocken – Leute, die reisen und nicht solche, die einen Campingplatz für eine Ballermann-Zweigstelle halten.

Wasser ist wichtig und sollte in der Nähe sein. Dabei wäre mir egal, ob Meer oder Wildfluß. Am besten Beides. Wenn Meer, dann aber ohne die Krokodile. Nicht wie in der Punsand Bay.

Zeltwiese? Rasen? Sandboden? Keine Ahnung. Eigentlich egal. Möglichst flexibel, so dass Fahrzeuge mit Dachzelt genauso gut stehen können, wie größere Familienzelte. Je nach Gegend vielleicht Blockhütten für Sommer und Winter.

Es sollte Möglichkeiten für diverse Outdoor-Aktivitäten geben – Paddeln, Biken, Skifahren. Leute, die den ganzen Tag in der Hängematte liegen, hätten nichts zu erzählen.

Es würde nämlich eine einfache Bar geben, wo man sich Abends bei einem kühlen Bierchen austauschen kann. Und eine Feuerstelle neben der Bar. Was gibt es gemütlicheres, als am lodernden Feuer zusammen zu  sitzen.

Die Sanitäreinrichtungen würden nicht zu primitiv sein – sonst würde meine Gemahlin fern bleiben. Aber ein Hightech-Bad wie auf einigen der deutsche 5-Sterne Plätze braucht es auch nicht. Warmes Wasser wird über Sonnenkollektoren gewonnen. Vielleicht auch zur Gewissensberuhigung wegen dem aus Spaß verbrannten Holz für das Lagerfeuer.

Hach ja, das wäre etwas.  Im Alter, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Denn bis zur Schule, zu Freunden oder gar zu Disco wäre es ein wenig weiter. Und wahrscheinlich hat die Gemahlin auch wieder recht, wenn sie sagt, dass ausgerechnet wir dann arbeiten müssten, wenn andere reisen. Und vielleicht wären solche Orte dann auch nichts besonderes mehr und wir würde zum Ausgleich nach Malle fliegen. Hmm…

Trotzdem. Würdet Ihr mich besuchen kommen?

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4 KOMMENTARE

  1. Na klar…. wir würden sofort kommen und wer weiß….. wenn Du dann ein paar Jobs zu vergeben hättest….. wer weiß….wer weiß….

  2. abgefahren: das haette von mir sein koennen. mit dem unterschied, dass es fuer mich auch hier in der mecklenburgischen seenplatte sein koennte… schon oft z.b. versteigerungen besucht und plaene geschmiedet. hach…

  3. Klar,

    wenn… man mit nem sporttourer motorrad anreisen könnte…. für die gs fraktion eher kein thema, die mittelalten herren mit windschutz müßten auch bis dahin kommen. weil unten abstellen und den dann angebotenen amarok pendelservice (?) nähme die holde an – der fahrer hätte aber angst um die mopete und wäre pausenlos unentspannt…

    Sanitäranlagen in einem zustand das die holde entspannt ist (=gegenteil von autobahntoiletten auch wenn sie 0,7 € kosten – ) sind ein muß – schön wäre was wo man beim duschen aufs meer gucken kann… wenn du das einrichten könntest ….

    feuer wäre toll…

    leichtes essen….

    immer freundlicher vermieter – höflich, kompetent aber unaufdringlich….

    jo… wir kämen…. darf aber keiner wissen (sonst kommen alle dahin) …

    iss aber ne menge arbeit – weil “selbstständig” (von “selbst” und “ständig”)… an allen 7 tagen…

    die holde (ich muß ja nur hin fahren und da rumspaßen) hat hotel gemacht und ist heute froh dann schlafen zu können wenn andere für sie arbeiten…

    was lernen wir = zufrieden sein mit was man hat, nie auf hören zu träumen, pläne zu machen und “unterwegens zu sein” … und auf frau gemahlin hören…

    ich muß es wissen,
    ich hatte schon zwei,

    grüße
    der
    doktor

  4. Haloa!

    Ja, ich käme Dich besuchen. Da wo nicht jeder hinkommt. Da wo es nicht zu luxuriös ist, aber sanitär annehmbar. Und wir würden am Feuer sitzen, abends, nach dem Paddeln, bevor es in die rustikale Blockhütte geht.

    Wann ist es soweit?

    Viele Grüße
    TJ.

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