Meine erste Aufgabe bei einem Laufwettkampf

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Und dann auch noch vor der Haustür.

Mein erster "did not finish" bei einem Laufwettbewerb
Mein erster “did not finish” bei einem Laufwettbewerb

Ich hatte mich schon gefragt, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn man mal einen Wettkampf aus welchen Gründen auch immer abbrechen würde. Nur hatte ich das Gefühl, dass es mir im Moment wohl eher nicht passieren würde, da ich mich in einer recht guten Kondition wähnte. Die letzten Wettkämpfe Anfang diesen Jahres zeugten von einer ansteigenden Formkurve und ich ging wohl davon aus, dass das Purzeln der persönlichen Bestzeiten so weitergehen würde.

Doch nun habe ich die Erfahrung des Aufgebens bei einem Laufwettbewerb auch machen müssen. Vielleicht ist das auch ganz gut so angesichts der Pläne, die mir so im Kopf rumschwirren, einfach mal einen Dämpfer zu bekommen. Vielleicht war die Euphorie der vergangenen Monate einfach zu hoch.

Was ist passiert?

Heute fand zum 28. Male der Citylauf in Korschenbroich statt und wie in den vergangenen Jahren zuvor, hatte ich mich zum 10km Lauf gemeldet. Letztes Jahr konnte ich hier meine PB noch verbessern, die allerdings seit Januar schon wieder passé ist. Mit entsprechend hohen Erwartungen ging ich an den Start. Doch eigentlich hätte ich auf mein Bauchgefühl hören sollen, das mir schon in der Woche vorher einflüsterte, dass die Vorbereitung alles andere, als optimal war.

Leichte Erkältungsanzeichen hatte ich noch versucht, zu ignorieren, aber die fehlende Vorbereitung durch Urlaub, viel Arbeit und Dienstreisen waren mir durchaus bewußt. Doch wie gesagt, ich schwamm auf einer Euphoriewelle, die mich die Warnzeichen beiseite schieben liess.

Das Wetter war super, die Sonne schien und die Stimmung an der Strecke war wie immer toll. Ich mag den Citylauf in Korschenbroich. Beim Startschuss lief ich motiviert los und hielt auch lange ein hohes Tempo. Doch irgendetwas stimmte nicht, der Rachen war total trocken. Die erste Runde hielt ich es noch aus, in der zweiten Runde holte ich mir einen Becher Wasser. Die Sonne brannte, die Beine wurden schwerer und ich entschloß mich, die Geschwindigkeit zu reduzieren und schaumgebremst weiter zu laufen.

Doch es wurde nicht besser, ich hatte das Gefühl, mich gleich auf den Asphalt zu legen, wenn ich die letzten Runden egal in welchem Tempo weiterlaufen würde. Die vielen Kilometer, die ich bisher gelaufen bin, haben mir ja nicht nur Spaß gemacht, sondern auch ein gewisses Verständnis für die Zeichen des Körpers gebracht. Der Puls war schon durch die Decke (und das relativ schnell, wie ich in der Auswertung gesehen habe) und leichter Schindel setzte ein. Es wurde Zeit, den Lauf abzubrechen, bevor mich die Kollegen des roten Kreuzes vom Asphalt pflücken.

Wie ein geprügelter Hund kam ich bei Familie und Freunden an der Strecke an, die mich in jeder Runde angefeuert hatten. Danke dafür und Sorry, dass wir nicht noch zwei weitere Runden abklatschen konnten. Heute war einfach nicht mehr drin.

Aber wie heißt es so schön? Mund abputzen und weitermachen! Ich sehe das einfach mal als Lektion, dass man auch die vermeintlich einfachen Läufe nicht auf die Schulter nehmen sollte, besonders, wenn man Ambitionen hat. Also die Vorbereitung nicht vernachlässigen!

Geknickt bin ich heute dennoch…

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3 KOMMENTARE

  1. Richtige, wenn auch sicher nicht immer einfache Entscheidung
    Aber glaube mir, es geht weiter! 😉
    Und sowas macht einen nur stärker!

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