Meine Eindrücke von der OutDoor 2014

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In diesem Jahr habe ich es endlich einmal geschafft, der OutDoor in Friedrichshafen – der europäischen Leitmesse der Outdoor-Branche – einen Besuch abzustatten. 925 Aussteller aus 39 Nationen standen hier 21912 Fachbesuchern und 1046 Journalisten Rede und Antwort. Ich hatte leider nur einen Tag Zeit, was angesichts der Zahlen natürlich viel zu wenig erscheint. So lautet dann auch meine persönliche Erkenntnis, dass im nächsten Jahr auf jeden Fall mehrere Tage eingeplant werden müssen. Angesichts der Menge an Ausstellern, hatte ich mich vorher schon entschieden, selektiv Stände zu besuchen und zum Beispiel den Textilsektor weitestgehend zu ignorieren.

Na ja, sei’s drum. Hier sind meine Eindrücke. 

Ich bin ein großer Mammut Fan und so musste ich natürlich an deren Stand vorbeischauen. Die Farbkombinationen der Eiger Extreme Serie gefallen mir auch nach Jahren noch. Schön zu sehen, dass beim Nordwand Pro Jacket ein paar Kleinigkeiten verbessert wurden, die mich an meiner Jacke etwas stören. Eine sehr gute Jacke wird so noch besser. (Kleiner Tipp: Das aktuelle Modell gibt es bei den Bergfreunden gerade mit 50% Prozent Rabatt – Stand 16.07.2014)

Mammut Nordwand Pro Jacket
Mammut Nordwand Pro Jacket

Garmin schnürt für seine Actioncam VIRB Elite zielgruppenoptimierte Pakete, in denen neben der Kamera und den Standard-Adaptern noch weitere Zubehörteile zu finden sind. So wird es ein Paket für den Wassersport mit Unterwassergehäuse und ein Bike-Paket mit Fahrradhalterung geben.

Von Wechsel Tents wird es wieder ein Familienzelt geben. Nach Jahren der Abstinenz werden bei Wechsel die Zelte nun also auch wieder größer. Auf dem Bild zu sehen ist übrigens das große Zelt mit einem Front-Porch. Mein Ziel war allerdings das Modell Conquerer. Im Podcast wurde es schon einige Male erwähnt und ich freue mich auf den Test im Herbst.

Wechsel baut wieder große Zelte
Wechsel baut wieder große Zelte

Bei Jack Wolfskin habe ich eine interessante Studie gesehen, die meine Vorliebe für gelbe Zelte und den Bedarf an Platz für die Familie sehr gut zu kombinieren scheint.  Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob wir dieses Modell je in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen. Der erste Kommentar der Gemahlin war übrigens: “Oh Gott, wie viele Zeltstangen sind das denn?”.

Ein gelbes Familienzelt in Expeditionsoptik
Ein gelbes Familienzelt in Expeditionsoptik

Meine Blogger-Kollegen wiesen mich darauf hin, dass die Idee von Therm-a-Rest, Schlafsäcke direkt mit der Isomatte zu verbinden, nicht neu wäre. Doch hatte ich bis dato noch nicht gewusst, dass Therm-a-Rest auch Schlafsäcke baut und an diese auf der Unterseite Schlaufen anbringt, in die Isomatten eingeschoben werden können. Auf den ersten Blick erscheint dies logisch, da ich selbst öfter mit dem Schlafsack von der Matte rutsche, was im Winter nicht wirklich angenehm ist. Wenn ich mir mein Schlafverhalten allerdings so anschaue, befürchte ich, mich mit solch einer Kombination, komplett mit Matte umzudrehen. Hat jemand von Euch da draussen schon Erfahrungen mit dem System gemacht?

Eine Einheit aus Schlafsack und Isomatte
Eine Einheit aus Schlafsack und Isomatte

Im letzten Podcast hatten Robert und ich über das neue Shelter-System von The Theory Works gesprochen. In Friedrichshafen hatte ich Gelegenheit, mit Tinka und Will von The Theory Works zu sprechen und mir das System einmal live und in Farbe anzuschauen. Und was ich gesehen habe, bestärkt mich weiter darin, das System einmal auszuprobieren. Wir werden weiter berichten.

Das Shelter System von The Theory Works
Das Shelter System von The Theory Works

Von Vibram wird es neue Modelle der FiveFingers geben. Dabei ist die Modellpalette bereits jetzt ziemlich undurchschaubar. Für jedes Terrain und Einsatzgebiet gibt es dafür angepasste Barfuß-Schuhe. Da kommt man um eine Beratung bei Neukauf wahrscheinlich nicht drumrum. Allein nach meinem Gespräch am Stand von Vibram hatte ich eine Liste mit vier Modellen, die für mich in Frage kommen würden. Da heisst es dann wohl Kompromisse eingehen, denn bei den Preisen legt man sich nicht allzu viele Paare ins Regal. Trotzdem gefallen mir die aktuellen Farbkombinationen und die Art der Schnürung.

Neue Modelle von Vibrams FiveFingers
Neue Modelle von Vibrams FiveFingers

Ich mag die bunte Welt von Light-my-Fire. Die legendären Sporks haben wir uns damals schon in Schweden gekauft, bevor sie den Weg nach Deutschland geschafft hatten. Der Titan-Spork erscheint mir allerdings eher etwas für Fetischisten und als Geschenk geeignet. Immerhin ist er mehr als doppelt so schwer, wie der Original-Spork und damit nicht einmal für die Ultralight-Fraktion interessant. Da erscheint mir die Grandpa’s Fire Fork schon deutlich praktischer, wenn man sich der Würstchen erinnert, die im Laufe der Zeit so ins Lagerfeuer gefallen sind.

Von Faltboot.de gab es zwei Prototypen zu sehen, deren endgültige Nachfahren demnächst auf den Markt kommen sollen. Das nortik TrekRaft soll eine preisgünstige Alternative auf dem Gebiet der immer beliebteren Packrafts darstellen. Mit geringem Gewicht und kleinem Packmaß kann man so Wasserpassagen in eine Wanderung einbauen und somit Wandern und Paddeln super kombinieren. Packrafting steht bei mir auch noch auf der To-Do Liste und ich werde dieses Projekt mal im Auge behalten. Das nortik fold 4.2 ist ein faltbares Hartschalenkajak und soll Anfang 2015 verfügbar sein. Nach langer Suche nach geeigneten Materialien, scheint man nun fündig geworden zu sein. Ein Kunststoff der an den Faltstellen flexibel genug, aber dennoch für den Bootseinsatz ausreichend robust ist, sorgt dafür, dass innerhalb kürzester Zeit das Kajak auseinander gefaltet werden kann, ohne einzelne Kammern verbinden zu müssen. Man darf gespannt sein.

Das nortik TrekRaft als Prototyp
Das nortik TrekRaft als Prototyp

Und was gab es sonst noch? Richtig, die vielen netten Gespräche nicht nur mit den Herstellern, sondern auch mit anderen Bloggern und Händlern. Viele Gesichter kann ich nun den Blog-Namen zuordnen, viele Hände wurden geschüttelt und Kontakte geknüpft. Das ganze gipfelte dann abends in der OutDoor Party, wo beim durchwachsenem Wetter die eine oder andere Regenjacke mal unter Konzertbedingungen getestet werden konnte.

Die OutDoor Party am Abend
Die OutDoor Party am Abend

Fazit für mich? Nächstes Jahr wieder! Und länger! Freue mich schon…

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