Die Niers – Ich korrigiere mich…

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Und zwar korrigiere ich meine Meinung, nach der es sich bei der Niers um einen dreckigen Bach handelt, in dem tote Tiere herunter treiben. Das war zumindest die grobe Zusammenfassung meiner Erinnerung früherer Befahrungen dieses Flusses. Doch wie schon der Wikipedia Artikel anmerkt, verbessert sich die Wasserqualität ständig. Und so rücke ich mal das Licht, in dem die Niers erscheint ein wenig zurecht.

117 Kilometer schlängelt sich die Niers mal mehr und mal weniger durch die Landschaft bis sie in die Maas mündet. Gleich bei uns um die Ecke ähnelt die Niers eher einem Kanal, der kaum zum Paddeln einlädt, doch wenn man sich ein Stückchen weiter flussab begibt, wartet ein schönes Stück Landschaft auf den geneigten Wassersportler.

Ein klassischer Abschnitt einer Niersbefahrung beginnt beim Schloss Wissen und endet nach etwas 9 Kilometern bei dem Ausflugslokal “Jan an de Fähr”. Auf dem Weg durchfährt man den Ort Weeze, wo eine Anlegestelle nebst Picknickplatz zur Pause einlädt.

 

Paddeln durch Weeze

Die Attraktivität des kleinen Abenteuers vor der Haustür haben auch zahlreiche Tourenveranstalter und Bootsverleiher erkannt und so ist es ziemlich leicht, ein Boot zu bekommen sollte man keines sein eigen nennen. Allerdings nimmt bei gutem Wetter das Treiben auf dem Wasser auch leicht Volksfestcharakter an.

Unser Ansporn an diesem Tag war ein Geocache – sozusagen familienfreundliches T5-ern. Mit der Aussicht auf das Paddeln und die Dosensuche wurden die Zwerge schnell vom Nintendo weggelockt. Der Cache GC1R6H0 – Niederrheinischer Triathlon – Paddeln führt den Geocacher entlang der oben erwähnten klassischen Paddelstrecke entlang. Dabei müssen unterwegs Informationen abgelesen werden ohne dass man aussteigen muss und somit die Ufer massakriert. Lediglich am Final muss das Boot verlassen werden. Bei unserem Besuch stellte sich das Versteck als gut bewacht dar und das Vordringen zur Dose in kurzen Paddelklamotten war noch einmal eine besondere Herausforderung.

 

T5 Cachen

Wir haben hier meine gesamte Wildwasserflotte zu Wasser gelassen und sind mit dem Topo-Duo, dem Spielboot und dem Creeker unterwegs gewesen. Die Boote wurden fröhlich durchgetauscht, da die Jungs in ihrer Bootswahl recht flexibel waren. Reichte die Kraft in den Ärmchen nicht mehr aus, habe ich sie kurzerhand ans Abschleppseil gehangen.

 

Papa paddelt & Zwerg entspannt

Dass die Niers sich wieder erholt, kann man nicht zuletzt daran sehen, dass die übliche Flussfauna gut vom Boot aus beobachtet werden kann. Wenn man Glück hat, kann man sogar eine Bisamratte sehen. (Zumindest habe ich es so den Kindern erklärt.) Auch die Enten scheinen ziemlich neugierig zu sein und schauen sich die ungewöhnlichen Boote schon mal genauer an.

 

Wer beobachtet hier wen?

Paddeltechnisch weist die Niers so gut wie keine Schwierigkeiten auf und ist daher auch Anfängern bedenkenlos zu empfehlen. Ohne Paddelerfahrung wird man halt durch geschicktes Zick-Zack-Fahren den einen oder anderen Meter zusätzlich zurücklegen. Die Niers hat eine leichte Strömung, die bei erschlaffenden Armen auch zum Treiben lassen einlädt.

Angesichts der zu vernachlässigenden Action-Einlagen, muss man dann auch selbst tätig werden, um das Wasser ein wenig spritzen zu lassen.

 

Alpinstart auf der Niers
Und Action!

 

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