Die Marmot Crux Hardshelljacke im Test

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Manche Tests brauchen ein wenig länger, bis man der Meinung ist, etwas substantielles zum Produkt schreiben zu können. Bei der Marmot Crux war dies nun der Fall, was unter anderem daran gelegen hat, dass ich die Jacke eigentlich für einen ganz speziellen Anwendungsfall nutzen wollte. Und zwar habe ich nach einer Regenjacke zum Laufen bzw. Trailrunning gesucht. Die reinen Laufjacken waren wir meist nicht wetterfest genug, da ihnen oft die Kapuze fehlte und die Hardshelljacken aus dem Outdoor-Bereich waren  zu schwer und zu sperrig. Immerhin sollte die Jacke in einem Laufrucksack Platz finden.

Und dann kreuzte die Marmot Crux meinen Weg und meine Entscheidung war gefallen. Da traf es sich auch ganz gut, dass die Bergfreunde mir die Crux für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt haben.

Die Marmot Crux im Einsatz
Die Marmot Crux im Einsatz

Die technischen Daten

Die Jacke besteht aus Marmots eigenem 2,5-Lagen Material NanoPro MemBrain, welches natürlich wasser- und winddicht, sowie atmungsaktiv ist. Das NanoPro Laminat ist nach Angaben von Marmot 43% luftdurchlässiger als vorherige Laminate und dadurch entsprechend atmungsaktiver. Dabei soll die Wasserdichtigkeit nicht kompromittiert werden. Erreicht wird dies durch bis zu 30% kleineren Poren, die eben Wasserdampf raus, aber kein Wasser rein lassen.

Minimalistische Regenjacke
Minimalistische Regenjacke

Die Crux kommt sehr minimalistisch daher.  Alles, was nicht notwendigerweise vorhanden sein muss, wurde weggelassen. Das führt natürlich zu einem optimierten Packmaß und schlankem Gewicht. Mein Modell in der Größe L bringt 225 Gramm auf die Waage.

Aber was hat Marmot nun dran gelassen an der Jacke?

Es gibt eine Kapuze, die über einen Klettverschluss auf der Rückseite in der Größe angepasst werden kann. Zwei Schnürzüge dienen zusätzlich der Einstellung. Ein verstärkter Schirm sorgt für Stabilität.

An den Armabschlüssen finden sich flexible Bündchen. Eine zusätzliche Einstellung der Bundweite gibt es nicht.

Sehr einfache Armabschlüsse
Sehr einfache Armabschlüsse

Marmot spendierte der Crux zwei Brusttaschen, die über getapte Reissverschlüsse zugänglich sind. Auf der Innenseite der Taschen findet sich Netzmaterial, so dass ich die Taschen auch schon als zusätzliche Belüftung verwendet habe.

Unten am Bund wird die Weite der Jacke durch einen Schnürzug eingestellt.

Angenehmes Detail – am Kinn sorgt ein eingearbeitetes Fleece für ein angenehmen Tragekomfort.

Die Schulterpartien sind mit Duralite verstärkt, so dass man mit dieser Jacke auch durchaus schwerere Rucksäcke tragen kann.

Beim Reissverschluss setzt Marmot auf die bewährte Qualität von YKK.

Die Jacke im Einsatz

Mittlerweile habe ich mehrere Läufe mit der Marmot Crux hinter mich gebracht. Bei einigen weiteren steckte sie zusammengerollt im Laufrucksack. Aber auch auf Wander- und Bergtouren habe ich sie mittlerweile dabei und damit kommt sie deutlich öfter zum Einsatz, als ursprünglich geplant. Und das ist sicherlich größtenteils dem Packmaß zu verdanken. Während meine sonstigen Hardshells deutlich mehr Platz im Rucksack beanspruchen, passt die Crux überall noch mit hinein.

Die Kapuze ist in der Größe verstellbar
Die Kapuze ist in der Größe verstellbar

Wunder darf man allerdings nicht erwarten. Geht es auf schweisstreibende Aktivitäten – wie beim Laufen – kommt man darunter natürlich ins Schwitzen. Und hier kann das Material dann auch zeigen, was es kann. Und hier erledigt die Jacke ihren Job gut. Man hat nicht das Gefühl, in einem Garbeutel zu stecken und vor sich hin zu dünsten. Als unangenehm habe ich dabei nur empfunden, wenn das Material direkt auf der schweissnassen Haut klebt. Aber das muss man angesichts des Gewichtes in Kauf nehmen.

Viele Möglichkeiten zum Einstellen der Jacke hat man nicht. Schnürzug am Bund zuziehen und bei Bedarf die Kapuze einstellen. Keine Taillenzüge, keine Klettverschlüsse an den Armbündchen. Aber das vermisst man bei der Crux auch nicht.

Das Sichtfeld der Kapuze wird durch zwei Schnürzüge eingestellt. Der stabilere Schirm der Kapuze hält diese in Form. Das funktioniert bei mir ganz gut, wenn die Kapuze relativ eng zugezogen ist.

Und wenn man die Jacke nicht benötigt, rollt man sie zusammen und verstaut sie im Rucksack. Bei dem Gewicht und einem Packmaß von der Größe einer Faust, gibt es keine Ausreden mehr, auf einen Regenschutz verzichtet zu haben.

Das Packmaß der Marmot Crux
Das Packmaß der Marmot Crux

Mein Fazit

Die Marmot Crux erfüllt meine Erwartungen an einen leichten Regenschutz. Und die herausstechenden Eigenschaften des geringen Packmasses und Gewichts führen auch dazu, dass ich die Jacke nicht nur zum Laufen einsetze.

Leider scheint die Jacke bei den Bergfreunden nicht mehr im Programm zu sein, man bekommt sie allerdings im Netz zu recht attraktiven Preisen. Mit der beschriebenen NanoPro Membran gibt es bei den Bergfreunden das Marmot Delphi Jacket.

[Transparenzhinweis: Die Jacke wurde mir von den Bergfreunden.de kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!]

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