Die Mammut Eisfeld Pant Light im Test

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Mit freundlicher Unterstützung durch die Bergfreunde hatte ich in den letzten Wochen die Gelegenheit, die Eisfeld Pant Light Softshellhose von Mammut zu testen.

Die Hose kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Der Sommer war vorüber für dieses Jahr und der beginnende Herbst lud zu der einen oder anderen Outdoor-Aktivität. Unter anderem kam die Hose bei Nachtcacheaktivitäten, bei unserer Hochtour auf den Ortler sowie bei der Wanderung auf dem Saar-Hunsrücksteig zum Einsatz.

Die schnöden Fakten

Die Eisfeld Pant Light ist Bestandteil der Eiger Extreme Serie von Mammut und damit für den Einsatz bei anspruchsvollen Bergtouren gedacht. Wie der Name bereits impliziert, handelt es sich bei der Eisfeld Pant Light um eine leichte Softshellhose.Trotzdem wartet die Hose mit allerlei Tech-Abkürzungen auf, die hier mal kurz zusammengefasst werden sollen.

  • Gewicht: 550 g (mittlere Größe)

  • Material: schoeller®-dryskin extreme 3XDRY®

  • UV-Schutz UPF 50+

  • coldblack®  – sorgt dafür, dass bis zu 80% des Sonnenlichts reflektiert wird, in dem sich dunkle Farben wie helle verhalten

  • Abnehmbare Hosenträger

  • Steigeisenschutz aus schoeller®-keprotech®

  • Nahtverarbeitung mit Extreme Duo Lock-Technologie

Doch keine Sorge – die Hose trägt sich deutlich komplikationsloser, als die technischen Spezifikationen vermuten lassen. 😉

Der erste Eindruck

“Oh ist die leicht”, war mein erster Gedanke beim Auspacken der Hose. Und dann: “Schick ist sie auch noch”. Die Extreme Serie von Mammut war ja schon immer etwas farbenfroher, wir erinnern uns an das Original in Orange und Blau. Und genau dieser Farbkombination ist Mammut bei der Eiger Extreme Serie treu geblieben. Wenngleich bei der Eisfeld Pant die Farbgebung durchaus dezenter daher kommt. Die Hose selbst ist schwarz, der Steigeisenschutz grau und lediglich die Logos und die Reißverschlüsse erstrahlen in Orange und Blau.

Die Ausstattung

Eines vorab – jeder wird dies kennen. Die Schnitte der verschiedenen Outdoor Hersteller unterscheiden sich teilweise deutlich. Jeder hat wohl seine Marke für Schuhe oder eben für Hosen, wo man weiß, dass die Sachen einfach passen. So kaufe ich meine Schuhe von Meindl und die Hosen – nun ja – von Mammut. Die Kleidungsstücke scheinen für meine Maße einfach wie geschaffen zu sein.

Fangen wir oben bei den Hosenträgern an. Diese sind natürlich verstellbar oder lassen sich auch ganz abnehmen. Schlaufen für einen Gürtel gibt es an der Hose allerdings nicht. Dafür kann die Taillenweite per Klettverschluss verstellt werden.

Die Hose hat insgesamt fünf Taschen. Zwei Einschubtaschen, eine Gesäßtasche und eine Beintasche auf dem rechten Oberschenkel. Die Beintasche hat den Vorteil, dass sie auch mit angelegtem Klettergut gut zugänglich ist. Die üblichen Einschubtaschen werden gerne mal von den Beingurten verdeckt.

Seitlich an den Beinen bietet die Eisfeld Pant Belüftungsmöglichkeiten, die per Reißverschluss bedient werden.

Der Saum ist auf der Innenseite verstärkt. Hier soll schoeller®-keprotech® vor Schäden durch Steigeisen schützen. Der Saum ist innen wie auch außen in der Weite verstellbar und lässt sich somit auch an etwas gröberes Schuhwerk anpassen. Der innere Saum lässt sich per Haken an den Schuhen befestigen, was ein Hochrutschen verhindert.

Der Tragekomfort

Der erste Eindruck spiegelt sich auch im Tragekomfort wieder. Die Hose trägt sich angenehm leicht und man hat das Gefühl, mit der Eisfeld Pant das richtige Beinkleid für nicht allzu extreme Wetterbedingungen auszuführen. Sowohl bei kaltem Wind auf dem Ortler als auch in der Sonne im Hunsrück war es nicht zu kalt oder zu warm. Das die Hose eine temperaturregulierende Beschichtung (coldblack®) hat, ist mir erst später aufgefallen. Es scheint zu funktionieren.

Das elastische Obermaterial erlaubt allerlei dynamische Bewegungsabläufe und eignet sich somit bestens fürs Klettern oder Bergsteigen. Diese Elastizität hat aber noch einen anderen Vorteil  – die Müsliriegel oder ähnliche Dinge, die man sich gemeinhin in die Hosentaschen steckt, beulen nach außen aus und drücken nicht auf den Oberschenkel.

Der weit geschnittene Saum – der auch mal gröberes Schuhwerk aufnehmen kann – raschelt beim Laufen aneinander, wie bereits in anderen Tests beschrieben wurde. Doch das ist nicht wirklich störend.

Vorausgesetzt, die Hose ist nicht allzu verdreckt, macht sie durchaus auch im Hotel bzw. Restaurant eine gute Figur.

Das Fazit

Zugegeben, das gute Stück ist nicht ganz billig. Aber wer die Ausgabe nicht scheut, bekommt eine hochwertige Softshellhose, die ein breites Einsatzspektrum abdecken kann. Konzipiert für Hochtouren, macht die Eisfeld Pant Light sicherlich auch bei allen anderen Aktivitäten in geringerer Höhe ein gute Figur. Meine bisherige – etwas dickere – Softshellhose wird wohl ihren Einsatz zukünftig bei eher kälteren Aktivitäten finden müssen.

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