Die Luft ist raus…

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… irgendwie…

Stellt Euch vor, die GC.com Server fallen aus und man bekommt es gar nicht mit. Na ja, fast nicht. In der Twitterwelt und Blogosphäre wurde das Thema ja zur Genüge verbreitet. Aber sonst hätte ich es nicht bemerkt.

Bei mir ist im Moment ein wenig die Luft raus? Kennt Ihr das? Ich bin nun fast genau zwei Jahre dabei, bezeichne mich als Genusscacher, der nicht jeder Dose hinterher rennt und bin mal mehr und mal weniger aktiv. Und im Moment bin ich ein wenig gefrustet…

Ursprünglich wollte ich durch das Geocachen viel mehr draussen sein und die Gegend erkunden. Interessante Orte entdecken und dabei ordentlich Dosen finden. Und dies auch mit Kind und Kegel. Vor ein paar Tagen wollten wir spontan mit den Kids noch eine Dose heben, sozusagen zwischen dem Tagesprogramm und dem Sandmännchen. Da muss man bei uns in der Gegend schon recht weit fahren. Alles voller Mysteries oder Mikros! Gut, hier muss ich mich an die eigene Nase fassen, da der Grossteil meiner Caches auch Mysteries sind. Dies resultiert in einem

Aktionspunkt 1: Strategie der eigenen Caches überdenken!

Letzte Woche war ich in München und hatte natürlich mein Smartphone mit einer PQ gefüttert. Sozialstress liess mich nur einen Abend nach Caches Ausschau halten. Wie gut, dass ich die letzten Logs dabei hatte. Diese zeugten bei mindestens zwei Tradis von schmuddeligen Lokationen. Ein weiterer Tradi war wegen dem Filmfest München und dazugehörigen Eventinstallationen nicht erreichbar. Ein weiterer nur während der Öffnungszeiten des Turmes. Schon hatte ich keine Lust mehr und habe stattdessen ordentlich gegessen und ein nettes Weissbier genossen. (Erwähnte ich eigentlich mal, dass mir urban-caching überhaupt nicht liegt?)

Apropos draussen sein. Die Zeit, die man im Moment beim Thema Geocaching vor dem Rechner verbringen kann, steht auch in keinem Verhältnis mehr zum Grundgedanken. Zum einen sind da die Vielzahl an Blogs, die viele interessante, aber auch teilweise belanglose Berichte liefern. Ganz zu schweigen von der Zeit, die man benötigt, um diese Mysteries zu lösen. Einige Mysteries schaue ich mir auch an und hoffe auf eine Initialzündung. Bleibt diese erste Idee aus, tritt der Cache wieder zurück ins Glied. Endlose Google Recherchen sind nicht mein Ding. Dann hätten wir noch das grüne Forum. Da bin ich eher der stille Mitleser und melde mich zu Wort, wenn ich etwas zu sagen habe. Das scheinen nicht alle so zu sehen. Dieses Rumgemopper geht mir teilweise auf die Nerven und ich schaue im Moment nur noch gelegentlich Im Kletterforum und im Regionalforum rein. Dies bringt mich zum

Aktionspunkt 2: Online-Konsum einschränken oder optimieren. Feedreader nutzen!

Kommen wir nun zu den Klettercaches. Ich würde mich auch als ein Verfechter der T5 Caches sehen! Ich finde auch die T5 Statistik vom Schnitzel ganz witzig. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dieses Jahr mal zu versuchen, unter die Top50 der T5 Cacher zu kommen. Nun spriessen in Deutschland die T5 Caches nur so aus dem Boden, so dass dieses Ziel eigentlich kein Problem darstellen sollte. Allerdings lebe ich nun mal im Rheinland und attraktive T5 Orte sind rar. Bleiben die Bäume – klar. Das war ja auch mal ganz witzig, als es eine handvoll davon gab. Aber irgendwann verliert diese Baumkletterei auch ihren Reiz.

Die T5 Cacherei gewinnt zudem immer mehr Anhänger und auch Leute mit ausgeprägter Höhenangst besorgen sich eine Kletterausrüstung. Da müsste ich mich schon ein wenig anstrengen, um bei der Masse an T5 Logs die Hitliste noch ein wenig höher zu wandern. Um hier den (zugebenermassen selbstauferlegten ) Druck ein wenig rauszunehmen gibt es den

Aktionspunkt 3: Entspannung beim T5 Cachen. Ich muss nicht nur nicht jeden Cache machen, sondern auch nicht jeden T5 Cache.

Eigentlich will ich doch nur viel mehr draussen sein! Darum jetzt auch der

Aktionspunkt 4: Mehr Cachen und nicht so viel drüber reden!

So, jetzt gehts mir schon besser! Geht die Geocaching.com Seite eigentlich wieder? Muss doch gleich noch mal eine PQ ziehen. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass es ein Leben neben dem Cachen gibt. 😉

Kennt Ihr solche Frustphasen auch? Wie geht Ihr damit um?

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7 KOMMENTARE

  1. Hey, diese Phase hat jeder mal (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel).
    Wir haben bei uns eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, da gibt es Tauchcaches in Seen, Klettercaches an Bäumen, Türmen und Felswänden, tolle mehrere 10km lange Wandercaches und geniale technische Tradis und Multis. Da kommt einfach so schnell keine Langeweile auf.
    Aber auch bei uns ist der Frust manchmal da und die Lust weg. Macht nix, gibt auch noch andres zu tun und Freundschaften ausserhalb der Geocacherszene wollen auch gepflegt werden.

    Mir gehen diese ständigen neuen blauen Fragezeichen auch auf den Keks, vorallem wenn die als D2-3,5 eingestuft sind, wir aber keinen blassen Schimmer von der Thematik haben. 🙁

    Wir haben wohl Glück, was die T5er, die wir bislang gemacht haben, angeht, denn langweilig wurde uns da noch nie. Und so viele gibt es in unserem Umfeld auch nicht (mehr). Leider!

    Wegen der Anfänger und der Statistik würde ich mir auch keinen Kopf machen, das regelt sich alles alleine. Anfänger, die nicht gerade bei HH oder HB wohnen, müssen nach ein paar 5ern schon ne Ecke faheren, wollten sie in der Statistik unter die Top 50 und das hält die meisten ab.

    Wir hatten gerade erst sehr viel Spaß in und um Schwerin, haben dort (fast) alle T5er “mitgenommen” und freuen uns schon auf die nächste Tour.

    Also Kopf hoch, das wird schon! Happy Caching.

  2. Ja, kenne ich. Momentan bin ich auch in einer “Warum mache ich das eigentlich?”-Phase. Und das schon nach 4 Monaten 🙂

    Bei mir liegt es allerdings eher daran, daß ich kaum Leute aus meinem sozialen Umfeld fürs Cachen begeistern kann, und alleine macht ja jedes Hobby eher wenig Spaß. Also wird wohl die Intensität etwas weniger werden, vielleicht besuche ich auch eher hauptsächlich Earthcaches, wo ich sicher bin, daß was “für’s Auge” geboten ist 🙂

  3. Erstmal schön geschrieben. Und solche Phasen gehen genau so schnell vorbei wie sie gekommen sind und dann kann man sich daran schon gar nicht mehr erinnern 🙂

  4. Du sprichst mir aus der Seele. Deshalb suche ich zurzeit ganz entspannt paar Munzees.

  5. Auch nach 5 Jahren hat dieser Beitrag noch Aktualität – es hat sich nichts daran geändert – sondern es wurde sogar noch bestätigt. Das Thema Geocatching geht – und kommt aber in neuer Form immer wieder. Die Technik machts möglich.

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