Die Läufer-Metamorphose

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Daten für die Laufanalyse
Daten für die Laufanalyse

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass es unter den Outdoor-Bloggern eine deutliche Affinität zum Laufen, Joggen oder Trail-Running gibt. Da das Laufen bevorzugt draussen statt findet, ist dies jedoch auch nicht sonderlich überraschend. Wo jedoch mit dem Laufen aus Konditionsgründen oder zum Gewichtsabbau angefangen wurde, kommt man irgendwann an den Punkt, wo der Leistungsaspekt eine immer größere Rolle spielt, unabhängig davon, ob man gegen andere Läufer antritt oder nur gegen die Uhr. Schnell sind die ersten Laufveranstaltungen besucht und man macht sich Gedanken über den Trainingsfortschritt, den man heutzutage sehr gut mit allerlei Apps und Gadgets dokumentieren kann.

Ich oute mich jetzt mal als ebenfalls Betroffener.

Mit dem Laufen habe ich vor gefühlten Ewigkeiten angefangen. Vorrangig, um fit für zum Beispiel Bergtouren zu werden. Trainingspläne und Pulsüberwachung waren mir ziemlich schnuppe. Der einzig wichtige Parameter für mich war die Strecke. Nachdem durch genügend Muskelaufbau und auch durch Barfuß-Lauftechniken die Knieprobleme – die am Anfang längere Distanzen schlichtweg verhindert hatten –  keine Rolle mehr gespielt haben, sah ich zum Beispiel jeden Trainingslauf unter 10 km als Niederlage an. Mittlerweile scheinen auch die 20 km kein Problem zu sein, wie ich vor kurzem feststellen durfte.

Trotzdem denke ich, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, wo ich die ganze Sache etwas anders anpacken muss, um weiterhin Fortschritte beim Laufen zu sehen. Die Daten, die die Garmin Fenix liefert geben da einen ganz guten Hinweis. Auch die Tatsache, dass meine Laufgeschwindigkeit wenig variabel erscheint, lässt mich über eine Änderung der Laufaktivitäten nachdenken. Das Stichwort heisst Intervalltraining. Vorbei ists wohl mit den drauflos Laufrunden nach Feierabend.

Soweit zum ersten Teil der Läufermetamorphose. Den zweiten Teil habe ich auch bereits hinter mir – die Teilnahme an Laufveranstaltungen. Dieses Jahr werden es wohl drei werden. Im April war da der Citylauf in Korschenbroich, morgen kommt eine Triathlon-Staffel, bei der ich den Laufpart übernommen habe und im Oktober der Toughrun im Saarland. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass diese Liste in Zukunft auch länger wird. Dafür gibt es einfach zu viele interessante Projekte.

Zudem habe ich das Laufen auf Reisen für mich entdeckt. Einfach mal an fremden Orten die Laufschuhe schnüren und drauflos joggen. Zum einen wird das Training damit im Urlaub nicht unterbrochen und zum anderen entdeckt man möglicherweise andere Facetten von dem Ort, an dem man sich gerade aufhält. Die Läufe in Slowenien und Kroatien im Sommerurlaub haben mir in der Hinsicht durchaus gefallen.

Mal schauen, wohin die Reise mich noch führen wird.

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2 KOMMENTARE

  1. Rene, man könnte glatt denken, du schreibst über mich 🙂
    Letztes Jahr hab ich mehr zum Spaß nach jahrelanger Abstinenz und enormen Knieproblemen wieder mit dem Laufen angefangen. Als Anreiz sollte die Staffel des Trailmarathon in Heidelberg herhalten, was auch prima geklappt hat. Dann war die Motivation so groß, dass ich mich direkt für den Halbmarathon (Straße) in meiner Heimatstadt Mainz angemeldet habe. Mit GPS-Apps auf dem Handy und mittlerweile auch Pulsgurt vergleiche ich mittlerweile auch regelmäßig meine Strecken, Zeiten usw.
    Ein Intervalltraining müsste ich zwar öfter mal wieder einbauen, aber zumindest die Distanzen wachsen nach meiner Sommerpause wieder.
    Außerdem bin ich jetzt ebenfalls ins Trailrunning-Geschäft eingestiegen, der Lauf in Heidelberg und einer in Molveno (Italien) dieses Jahr sind Schuld 🙂

    Vielleicht sieht man sich ja mal bei einem Lauf, würde mich freuen. Derzeit plane ich wieder mit dem Mainz Marathon, dem Wiesbaden Trail Halbmarathon und evtl. dem Pfalztrail im September 2015.

    Viele Grüße
    Dennis

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