Der Salomon S-Lab ADV Skin3 12 Set Laufrucksack im Test

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Im Gespräch mit Kollegen vor kurzen kamen wir auch auf das Thema Laufen und ich erwähnte, dass ich durchaus Gefallen am Laufen im Gelände gefunden habe, etwas was gemeinhin als Trailrunning bezeichnet wird. Einer der Kollegen meinte darauf treffend, dass dieses Trailrunning-Ding doch nur erfunden wurde, um eine ganz neue Gattung an Ausrüstung auf den solventen Läufer zu werfen. Und ja verdammt – es gibt schon geilen Scheiss, den diese Entwicklung hervorgebracht hat. Unter anderem hochfunktionale Laufrucksäcke.

An der Archenkanzel oberhalb des Königssees
An der Archenkanzel oberhalb des Königssees

Und einen davon trage ich durch die Gegend und zwar den Salomon S-Lab ADV Skin3 12 Set. Keine Ahnung, was Salomon mit dem sperrigen Namen bezweckt, aber ich muss immer wieder nachschauen, was für einen Rucksack ich habe und kann mir die Bezeichnung beim besten Willen nicht merken.

Aber kommen wir zum Rucksack.

Wie es sich für einen anständigen Laufrucksack gehört, hat Salomon großen Wert auf Leichtigkeit und Funktionalität gelegt. Mein Modell in der Größe M/L bringt 270 Gramm auf die Wage, was sicherlich auch durch die großzügige Nutzung von verschiedenen Mesh-Materialien erreicht wird. Dadurch fühlt sich der Rucksack aber auch sehr luftig an, was bei den erwarteten schweisstreibenden Aktivitäten sehr angenehm ist.

Der Salmon S-Lab ADV Skin3 12 Set Laufrucksack
Der Salmon S-Lab ADV Skin3 12 Set Laufrucksack

Der S-Lab ADV Skin3 12 Set kommt mit einer Menge Taschen und Schlaufen daher, die auf den ersten Blick recht verwirrend sind. Sich mit dem Rucksack vor dem ersten Lauf zu beschäftigen, könnte helfen. Ingesamt wartet der Rucksack mit 12 Litern Stauraum auf.

Auf der Vorderseite finden sich zwei Taschen für die mitgelieferten Softflaschen von jeweils 500 ml. Oberhalb dieser Taschen gibt es drei kleinere für Zubehör und Kleinkram. Eine davon ist offen, die zweite per Klettverschluss und die dritte per Reißverschluss verschlossen. An den Seiten befinden sich jeweils eine, ebenfalls mit Reißverschluss zu schliessende Tasche, die von der Größe her zum Beispiel Smartphones, Kameras oder Verpflegung aufnehmen kann.

Die beiden Softflaschen in den entsprechenden Taschen
Die beiden Softflaschen in den entsprechenden Taschen

Auf der Rückseite schliesslich haben wir eine frei zugängliche Kangurutasche, in der ich zum Beispiel meine Regenjacke verstaue. Für zusätzliche Ausrüstung steht ein weiteres, recht großes Fach auf dem Rücken zur Verfügung, ebenfalls per Reißverschluss verschliessbar. Schlussendlich hat man ein großes Fach auf dem Rücken für die Aufnahme einer Trinkblase. Hier passt zum Beispiel meine 2-Liter Trinkblase rein.

Die Rückseite des Rucksacks. Gut zu sehen sind die seitlichen Reißverschluss-Taschen
Die Rückseite des Rucksacks. Gut zu sehen sind die seitlichen Reißverschluss-Taschen

Verschlossen wird der Rucksack auf der Vorderseite durch zwei flexible Bänder. Zumindest ich habe den Eindruck, dass dieses System recht eng geschnitten ist und ich habe jetzt nicht die breiteste Brust. Mit Laufshirt und dünner Regenjacke ist das kein Problem und der Rucksack sitz beim Laufen schön eng und wackelt nicht auf dem Rücken herum. Im Zweifel würde ich allerdings zum größeren Modell tendieren.

Zwei über die Schultern laufende Riemen können benutzt werden, um die Rückenfächer zu komprimieren und dichter an den Körper zu ziehen. Ein weiteres interessantes Detail ist die Stockhalterung, die aus Schlaufen links unten und rechts oben besteht, in denen die Stöcke  befestigt werden können, auch ohne den Rucksack abzunehmen. Das sollte man zumindest mal üben, ich musste mir jedenfalls das Konzept etwas genauer anschauen.

Die Zubehörtaschen und Einstellriemen. Links zu sehen ist auch der Riemen zum Befestigen der Stöcke
Die Zubehörtaschen und Einstellriemen. Links zu sehen ist auch der Riemen zum Befestigen der Stöcke

Für eine handvoll weiterer Schlaufen habe ich noch keine Verwendung gefunden. 🙂

Ergänzt wird der Lieferumfang, zu dem die bereits erwähnten zwei Softflaschen gehören, durch eine Rettungsdecke und eine Notpfeife.

Ich habe den S-Lab ADV Skin2 12 Set nun seit einem guten Jahr im Einsatz und bei einigen Läufen, aber auch bei der Begehung eines Klettersteiges genutzt. Bisher konnte ich keine Schwächen feststellen. Besonders die Zugänglichkeit der seitlichen Fächer während des Laufens gefallen mir gut, so kommt man zum Beispiel leicht an Gels etc. heran. Auch die Verteilung der Getränke auf die zwei Liter auf dem Rücken und jeweils 500 ml auf der Vorderseite verhindert unangenehmes Schaukeln der Flüssigkeiten. Und auch das Trinken aus den Softflaschen ist sehr einfach und möglich, ohne diese aus ihren Fächern zu entnehmen.

Die Marmot Crux Jacke und der Salomon Rucksack im Einsatz
Die Marmot Crux Jacke und der Salomon Rucksack im Einsatz

Ich werde wahrscheinlich nicht so schnell in die Verlegenheit kommen, die Möglichkeiten des Rucksacks voll auszunutzen, aber die Funktionen, die ich nutze, machen gerade die langen Läufe bei unsicherer Wetterlage sehr angenehm.

[Transparenzhinweis: Der Rucksack ist mir von den Bergfreunden zu einem vergünstigten Preis zur Verfügung gestellt worden. Die Entscheidung für diesen Rucksack und der Großteil der Kosten lagen bei mir.]

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1 KOMMENTAR

  1. Ja, schon ein schickes Teil.
    Habe noch die erste Version zu Hause und absolut zufrieden damit.
    Die Trinkblase nutze ich schon nicht mehr, sondern nur noch Soft Flasks…die nächste tolle “Erfindung”; auch wenn sie nicht von Salomon kommt.

    Generell hält sich die Materialschlacht noch in Grenzen, aber man kann schon verdammt viel Geld auf der Strecke lassen wenn man immer das neuste, beste und leichteste Zeug haben will.

    Aber Hauptsache man hat Spaß dabei…das ist das Wichtigste!

    keep on (trail)running

    Viele Grüße

    Steve

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