[Ausrüstung]: Lampen für das Basislager

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Bei mir wird sich wohl langsam eine Änderung in der Camping-Ausrüstungskiste ergeben – und zwar beim Thema Licht.

Bisher hatte meine blaue Campingaz Lampe einen festen Platz in der Kiste und hat an langen Abenden vor dem Zelt oder im Vorzelt für wohliges Licht gesorgt.

Doch damit war im vergangenen Urlaub Schluß. Nach dem Entzünden schlugen Flammen aus dem Glaskörper und kündeten von offensichtlichen Problemen mit der Lampe. Der erste Gedanke galt natürlich den Glühstrümpfen und selbiger wurde direkt ersetzt. Das Ergebnis? Unverändert! Glühstrumpf Nummer 2.

Nun bin ich nicht umsonst Ingenieur und habe direkt eine Theorie entwickelt und getestet. Die Theorie ging in die Richtung feuchter und nasser Sommer, Feuchtigkeit setzt sich in Ausrüstung fest, unbenutzter Glühstrumpf leidet, Ergebnis: Flammen aus der Gaslampe. Also bei nächster Gelegenheit neuen Glühstrumpf gekauft, gewechselt und Lampe entzündet. Und jetzt ratet mal! Na? Richtig! Flammen schlagen aus der Lampe! Glühstrumpf Nummer 3 in den Fritten. Jetzt gingen mir die Theorien aus.

Das Problem scheint wohl eher von der Lampen-Hardware verursacht zu sein. Und da lasse ich dann doch eher die Finger weg.

Soweit die Vorgeschichte zum Umstieg auf eine LED Lampe im Outdoor-Spirit Zeltlager.

Und diese LED Lampe war das 2010er Modell der Black Diamond Orbit. Ehrlich gesagt hatte ich bei der Bestellung gar nicht so sehr auf die Maße der Lampe geachtet und war dann bei Lieferung schon etwas über die kleinen Abmaße erstaunt. Ganze 10 cm mißt die Lampe im Transportzustand in der Höhe und der Durchmesser liegt bei 5,5 cm. Zum Betreiben der Lampe zieht man Kopf- und Fußteil einfach auseinander und die Lampe streckt sich auf knappe 16 cm.

Black Diamond Orbit

Der Bedienknopf ist im Transportzustand verborgen, was ein ungewolltes Einschalten der Lampe verhindert. Über diesen Bedienknopf wird die Lampe – Überraschung! – ein- und ausgeschaltet und gedimmt. Am oberen Ende befinden sich zwei bewegliche Bügel, an denen man die Lampe aufhängen kann.

Betrieben wird das gute Stück durch 4 AAA Batterien. Laut Hersteller liegt die Betriebszeit bei höchster Leuchtstufe bei ca. 10 Stunden und im gedimmten Modus bei bis zu 24 Stunden. Diese Werte erreicht man aber wohl nur mit frischen und kräftigen Batterien. Meine (subjektiven) Erfahrungswerte zeigen eine deutlich geringere Leuchtdauer. Die Leuchtstärke liegt bei 45 Lumen und durch einen Reflektor im Kopfteil und das milchige Gehäuse wird das Licht so gestreut, dass der Nahbereich um die Lampe gleichmässig und gut ausgeleuchtet wird.

Batteriepack mit 4 x AAA

 Was der Lampe natürlich fehlt, ist das gleichmässige Rauschen der Gaslampe und das flackern des Lichts. Das gehörte für mich irgendwie zum Draussen Lesen und Chillen dazu. Das weiße Licht der LED Lampe ist dann doch eher kalt und steril, aber man gewöhnt sich schnell daran. Und im Zelt spielt die Lampe ihre Vorteile gnadenlos aus, sei es als Kronleuchter am Zelthimmel oder als Leselampe zu später Szunde, wenn es draussen schon zu kalt geworden ist.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Gaslampe ersetze. Wahrscheinlich schon, denn darauf verlassen, daß ich immer aufgeladene AAA Batterien dabei habe, möchte ich mich dann doch nicht…

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2 KOMMENTARE

  1. Es geht doch nichts über ein schönes Feuer im Zelt.

    Sollte das einmal nicht möglich sein, bevorzuge ich meine Coleman-Benzinlampe.

    Benzin gibt es überall, die Lampe leuchtet gleichmäßig hell bis der Tank leer ist und die Heizleistung ist auch sehr gut.

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